Arbeitsunfähigkeit richtig versichern
November 21, 2011 | Allgemein

Private Arbeitsunfähigkeitsversicherungen bietet fast jeder Versicherer in seinem Portfolio an. Wenn es dem Versicherungskunden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist, der Tätigkeit nachzugehen, mit der er seinen Lebensunterhalt bestreitet, springt die Versicherung ein. Was für Angestellte und Arbeiter verhältnismäßig einfach einzuschätzen und abzuschließen ist, gestaltet sich für Selbstständige schwieriger. Für diese Gruppe werden hohe und komplizierte Hürden in den Bedingungen formuliert, wann der Versicherungsfall eintritt. Vor allem für Selbstständige, die als Freiberufler gelten, ist ein Versicherer wichtig, der die Besonderheiten der Berufsbilder berücksichtigt. In diesem Zusammenhang sind nur liquide Freiberufler interessant. Mit einer regelmäßigen Einnahme können die Bedingungen der Police sehr nah am Bedarf orientiert sein. Beinahe ein Geheimtipp sind die Berufsgenossenschaften, die für risikoarme Berufsgruppen, denen Freiberufler fast ausnahmslos angehören, sehr gute Tarife anbieten. Sie ermitteln Risikoklassen, aus denen sich dann der Prämienpreis ergibt. Auch der Markt der kommerziellen Versicherungsträger erfasst das Risiko individuell und kalkuliert so seine Angebote. Wichtig für den Start in die Selbstständigkeit als Freiberufler sind Informationen zur Gründung. Neben der Versicherungsfrage sollte auch der zu erwartende Ertrag, die Methode und Akquise zur Kundengewinnung und steuerliche Sonderregelungen geklärt werden. Insbesondere die Steuerfragen bedürfen erhöhter Aufmerksamkeit, da freiberufliche Tätigkeiten anderen Regeln unterliegen als die meisten anderen Tätigkeiten. Rücklagen muss der Freiberufler von Beginn an stetig bilden, da Versteuerung und andere Ausgaben oft erst im Nachhinein fällig werden und daher die Liquidität, also Bevorratung von Barreserven, unbedingt jederzeit gegeben sein muss.
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